Kurzarbeitergeld: Frist nicht verpassen!

Frist Kurzarbeitergeld

Für Anträge auf Kurzarbeitergeld gibt es Fristen, die Arbeitgeber zwingend beachten müssen. Um hinterher nicht für Kurzarbeit im März ohne Geld dazustehen, sollte der 30. Juni im Kalender dick markiert sein.

Arbeitgeber aufgepasst: Ende Juni läuft eine wichtige Frist ab, die Unternehmen bei der Beantragung (Erstattung) von Kurzarbeitergeld beachten müssen. So besteht nur noch bis zum 30. Juni die Möglichkeit, Kurzarbeit für den Monat März abzurechnen. Der Hintergrund: Unternehmen haben gesetzlich rückwirkend bis zu drei Monate Zeit, angezeigte (und genehmigte), tatsächlich dann auch realisierte Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit abzurechnen. Im Juni läuft daher die Frist für März aus, dem Monat in dem die Auswirkungen der Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft erstmals hart getroffen hatten. Ende Juli wiederum müssen Ansprüche für April eingegangen sein, im August für den Mai etc.

Ausschlussfrist: Datum des Eingangs bei der Arbeitsagentur entscheidend.

Entscheidend ist das Eingangsdatum der Unterlagen bei der für die Abrechnung zuständigen Agentur für Arbeit. Es handelt sich dabei um eine Ausschlussfrist! Anträge die später eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Es erfolgt dann keine Erstattung des Kurzarbeitergeldes mehr.

Viele betroffene Unternehmen mit wenig Erfahrung bei Kurzarbeitergeld.

Rund 90 Prozent der Unternehmen und Lohnbüros haben erstmalig mit dem Verfahren zu tun und somit wenig Erfahrung. Wichtig: Unternehmen rechnen mit der Agentur für Arbeit ab, nachdem sie das Geld an ihre Beschäftigten ausgezahlt haben. Die bei der Agentur eingereichten Unterlagen weisen das Kurzarbeitergeld einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge aus. Für jeden Abrechnungsmonat gilt weiterhin die sogenannte Zehn-Prozent-Regelung, d.h. bei mindestens zehn Prozent der Mitarbeiter müssen mindestens zehn Prozent Entgeltausfall eingetreten sein. Sollte sich die Auftragslage bei Betrieben verbessern und die Quote in einem Monat nicht erfüllt sein, ist keine Erstattung des Kurzarbeitergeldes möglich und somit für den entsprechenden Monat kein Erstattungsantrag bei der Agentur für Arbeit erforderlich. 

Diverse Optionen, um Anträge an die Arbeitsagentur zu senden.

Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Erstattungsanträge für das Kurzarbeitergeld an die zuständige Agentur für Arbeit zu senden. Beispielsweise auch bequem mittels der Kurzarbeit-App: einfach alle Dokumente scannen oder mit dem Smartphone fotografieren und als PDF oder Bilddatei hochladen. Die App gibt es im Google Play Store oder im App-Store. Die Dokumente können auch direkt online hochgeladen werden unter https://www.arbeitsagentur.de/kurzarbeitergeld-dokumente-hochladen

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld gibt es online unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeitergeld. Weitergehende Fragen können Arbeitgeber telefonisch mit ihren Ansprechpartnern im Arbeitgeberservice oder unter der regionalen Sammelrufnummer 0541/980-855 klären.

Quelle Text: Agentur für Arbeit Osnabrück

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