„Familienfreundliche Arbeitgeber“: Unternehmen in der Region Osnabrück ausgezeichnet

Familienfreundliche Arbeitgeber2
Foto: Lev Silber

Die Familienbündnisse von Stadt und Landkreis haben zum dritten Mal die Auszeichnung „Familienfreundliche Arbeitgeber in der Region Osnabrück“ verliehen: 27 Firmen und Einrichtungen erhielten in der Katholischen Familienbildungsstätte Oesede für ihre lebensphasenorientierte und familienfreundliche Personalpolitik das Qualitätssiegel.

Die Kinderbetreuung fällt aus, ältere Familienmitglieder bedürfen kurzfristig Hilfe und Pflege, Väter und Mütter möchten in Teilzeit oder mit flexiblen Arbeitszeitmodellen arbeiten, um Familie und Beruf unter einem Hut zu bekommen: In solchen Situationen benötigen berufstätige Mütter oder Väter den familienfreundlichen Arbeitgeber.

Bereits im dritten Jahr wird das Zertifikat verliehen. Dafür werden die Unternehmen in sechs Kategorien durch unabhängige Prüfer auf die Mindestanforderungen hin getestet. Partner der Familienbündnisse sind die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Osnabrück, Handwerkskammer, Agentur für Arbeit, Industrieller Arbeitgeberverband, Hochschule, Bistum, Koordinierungsstelle Frau & Betrieb sowie Unternehmensvertreter. „Familienfreundlichkeit braucht kein großes Budget. Das geht auch mit kleinen Mitteln, sagte Peter Forkert, Vorsitzender des städtischen Familienbündnisses und Geschäftsführer der ebm GmbH & Co. KG.

„Familienfreundlichkeit gehört zu einer nachhaltigen Gesellschaft“ betonte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in seinem Grußwort und richtete sich an die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen: „Bitte lassen Sie nicht darin nach, innovativ Ihr Profil als familienfreundliche Arbeitgeber zu schärfen. Das ist gut für Ihre Unternehmen und ganz besonders für die Familien unserer Region!“ Ebenso wie Kreisrat Matthias Selle bestätigte Griesert, dass sich Familienfreundlichkeit auch betriebswirtschaftlich rechnet. Neben erhöhten Chancen im Wettbewerb um neue Arbeitskräfte sahen die Grußredner Vorteile darin, dass qualifizierte Bewerber schneller aus dem Erziehungsurlaub zurückkehren, Krankenstand und Fehlzeiten geringer werden und die Arbeitnehmer motivierter sind. „Der Standortfaktor ist ein wichtiger Aspekt für unsere starke Wirtschaftsregion“, brachte Selle es auf den Punkt. „Wenn dieser zudem mit Familienfreundlichkeit ausgestattet ist, das heißt, wenn die privaten Sorgen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ernst genommen werden, dann geht der Arbeitnehmer gerne zur Arbeit. Wenn wir uns um dieses Thema weiter kümmern, sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Barbara Schwarze von der Hochschule Osnabrück knüpfte in ihrem folgenden Fachvortrag „Familienfreundlich? Ausgezeichnet! – Wie Unternehmen, Beschäftigte und Region profitieren“ an: 92 Prozent der Beschäftigten in familienfreundlichen Unternehmen würden ihr Unternehmen uneingeschränkt weiterempfehlen, während für Unternehmen, in denen die Vereinbarkeit nicht gelebt wird, die Weiterempfehlungsquote bei lediglich 22 Prozent liegt.

Wie geht das, flexibles Arbeiten, sich um Familie kümmern und gleichzeitig Karriere machen, fragte Moderatorin Jana Billigmann vom Industriellen Arbeitgeberverband. Ihre Antwort: „Die anwesenden Unternehmen haben Möglichkeiten gefunden, dass dies kein Widerspruch ist. Führungskräfte in Teilzeit, das monatliche Mitarbeiterfrühstück, bei dem nur private Themen an der Reihe sind, die betriebseigene Kita, flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitkonten sind nur einige herausstechende Highlights, wie Familienfreundlichkeit aussehen kann.“

Quelle: Landkreis Osnabrück

 

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