Die Osnabrücker Arbeitsmarkt-Bilanz 2017

Arbeitsmarkt

Im Jahr 2017 meldeten sich im Agenturbezirk Osnabrück 42.240 Menschen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum lag die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit bei 42.993. Im Jahresdurchschnitt registrierten Arbeitsagentur und die Jobcenter von Stadt und Landkreis 13.735 Arbeitslose, ein Rückgang gegenüber 2016 um 626 Personen bzw. 4,4 Prozentpunkte. Die für die Arbeitslosenversicherung zuständige Arbeitsagentur zählte – insbesondere auch aufgrund der Übernahme der sogenannten „Aufstocker“ – 35 arbeitslose Menschen mehr als im Jahr zuvor, in der Grundsicherung reduzierte sich die Personenzahl hingegen um 661. Im Schnitt lag die Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent (2016: 5,0 Prozent).

Die Personalnachfrage stieg 2017 weiter an. Waren 2016 im Bezirk noch durchschnittlich 4.944 freie Stellen gemeldet, stieg die Zahl 2017 auf 5.837 an – eine Zunahme um 894 Stellen bzw. 18,1 Prozentpunkte. Darunter waren im Schnitt 5.599 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und somit 861 mehr (plus 18,2 Prozent) als im Jahr zuvor. Arbeitgeber meldeten 2017 insgesamt 15.485 neue Arbeitsstellen, 258 mehr als 2016 – ein Plus von 1,7 Prozent.

arbeitende Männer

„Der Wunsch, neue Mitarbeiter einzustellen, ist bei den Arbeitgebern in der Region immens groß. Der Bestand an offenen Stellen liegt derzeit um ein Viertel über dem des letzten Jahres, und auch die Beschäftigungszahlen sind stark nach oben gegangen.“ so Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Osnabrücker Arbeitsagentur. Sie ist sicher, dass die Arbeitgeber weiteres Personal einstellen würden, wenn es über die passenden Qualifikationen verfügen würde: „Da wird klar, wo die Herausforderungen für 2018 liegen: So vielen Menschen wie möglich müssen wir den Weg ebnen, um einen erfolgreichen Berufsabschluss zu schaffen. Dafür setzen wir bei den Jüngeren schon sehr früh in der Schule an. Und das Thema Weiterbildung ist mit ganz oben auf der Agenda – sowohl im Hinblick auf die nicht ausreichend qualifizierten Arbeitslosen, als auch für diejenigen in den Betrieben, die sonst künftig von Arbeitslosigkeit bedroht sein könnten.“

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