Die FMB, wieder ein Erfolg

FMB

Mit über 500 Ausstellern und knapp 7.000 Fachbesuchern gilt die FMB in Bad Salzuflen als wichtigste regionale Zuliefermesse für den Maschinenbau nach der Hannovermesse. Grund genug für viele Betriebe aus dem Osnabrücker Land, vor Ort Präsenz zu zeigen.

Mit rund 6.500 Besuchern wurde zwar nicht ganz das Vorjahresniveau erreicht, wofür es aber einen klaren Grund gibt. Christian Enßle, Portfolio Manager FMB bei der Clarion Events Deutschland GmbH: „Wenn die Konjunktur gut läuft und die Auftragsbücher voll sind, gilt bei vielen Maschinenbauern die Devise: ´Keine Experimente´. Die Suche nach neuen Zulieferern hat dann geringere Priorität. Insofern ist diese Entwicklung weder eine Überraschung noch ein Grund zu Besorgnis. Im Gegenteil: Viele Aussteller, die wir zum Messeende befragt haben, zeigten sich sehr zufrieden mit Anzahl und Qualität der Gespräche. Sie hatten mit weniger Besuchern gerechnet als tatsächlich gekommen sind.“

Dabei nutzten über 30 Unternehmen aus dem Osnabrücker Land, den angrenzenden Kreisen und den Niederlanden einen Gemeinschaftsstand der Wachstumsregion Hansalinie und weiterer Partner, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Die seit Jahren kontinuierlich wachsende FMB sei inzwischen eine der wichtigsten Maschinenbaumessen im norddeutschen Raum.

Dies sei auch einer der wesentlichen Gründe für das Engagement der Firma revis3d aus Georgsmarienhütte auf der Messe, verrät ihr Geschäftsführer Hendrik Schwandt. Mit interaktiven 3D-Anwendungen macht revis3d technische Prozesse erlebbar. „Die Technik entwickelt sich in unserem Arbeitsfeld rasend schnell“, erläutert der Diplom-Informatiker. Zum Beispiel sei es inzwischen mittels 3D-Konstruktionsdaten und 3D-Brillen möglich, Maschinen optisch von innen und außen zu erkunden, noch bevor sie tatsächlich gebaut worden seien.

Der Wandel zu einem immer höheren Technisierungsgrad und zu vielfältigen Dienstleistungen rund um den Maschinenbau zeigt sich auch im Ausstellermix der Messe. So gewinnen zum Beispiel IT-Dienstleistungen rund um die so genannte Industrie 4.0 immer mehr an Bedeutung. „Dieser tiefgreifende Wandel wird Industrie und Handwerk in den kommenden Jahren immer mehr erfassen“, ist sich WIGOS-Unternehmensfachmann Serries sicher. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück bietet ein breites Angebot von Unterstützungsleistungen, von der Grundinformation über die vertiefte Beratung bis hin zu Fakten zu möglichen Förderungen.

Die Mehrzahl der befragten Aussteller und Besucher lobten den veränderten „Look“ der Messe mit dunklem Teppichboden, flexiblerem Standsystem und mehreren tausend neuen LED-Leuchten und -Spots. Gut angekommen ist auch das modifizierte Konzept der begleitenden Vorträge, die erstmals zu Themenblöcken zusam-mengefasst wurden. Insbesondere die sechs Vorträge zum Thema „Smart Services für die Industrie“ waren gut besucht. Unverändert hoch ist auch der Informationsbedarf der Besucher nach konkreten und umsetzbaren Beispielen für Industrie 4.0 und Digitalisierung. Das zeigte unter anderem die hohe Besucherfrequenz auf dem Gemeinschaftsstand des Spitzenclusters „Intelligente technische Systeme – it´s OWL“. Dort präsentierten mehrere Forschungseinrichtungen aktuelle Projekte der Zusammenarbeit mit Zulieferern und Maschinenbauern und gaben damit praxisorientierte Einblicke in neue Prozesse der industriellen Produktion.

Die Zufriedenheit mit der FMB war für mehrere Aussteller der Anlass, noch während der Messe einen Stand für die FMB-Süd zu buchen bzw. zu reservieren. Sie findet am 7. und 8. Februar 2018 in Augsburg statt – zum zweiten Mal. Clarion Events hat damit das erfolgreiche Messekonzept von der Nord- in die Südhälfte Deutschlands übertragen und erwartet, dass sich diese Messe mittelfristig ähnlich entwickelt wie die FMB in Bad Salzuflen. Der aktuelle Stand der Anmeldungen liegt bei 120. Ausstellern, bei der Messepremiere im Februar 2017 waren es 144.

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